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Videos vom Jubiläumsfest

Die Kinder der Dorfbühne Elbrinxen mit dem Stück „Kalif Storch“

Dieter Rüsenberg und Werner Schröder aus Lügde haben viele kleine Videos von unserem Jubiläumsfest gedreht und ins Netz gestellt. Die Links zu den Videos haben wir für Sie unter die entsprechenden Beiträge eingetragen.

Vielen Dank liebes Kamerateam!

[Foto und Text: Volker Thiele]

Die Gewinner des Schätzwettbewerbes

Die Dorfgemeinschaft Elbrinxen hat auf dem Jubiläumsfest einen Schätzwettbewerb ausgerichtet. Es galt den Umfang eines Osterrades oder die Füllmenge eines Glasballons mit Pyrmonter Heilwasser zu schätzen oder Fragen zu beantworten wie: „Wieviele Einwohner hatten Bad Pyrmont und Lügde zusammen am Stichtag 31.12.2009?“ oder „Wie hoch wäre die Spitze des Bismarckturmes (höchste Erhebung Pyrmonts), wenn er sich auf dem Köterberg (höchste Erhebung Lügdes) befände?“

Und hier sind sie, die besten Schätzer und ihre Preise:

  1. Preis: Ballonfahrt mit dem "Detmolder Pilsener-Ballon", Helmut Loke, Lügde
  2. Preis: Eintrittskarte "Kleines Fest im Pyrmonter Kurpark", Sabine Spiegel, Bad Pyrmont
  3. Preis: Eintrittskarte "Kleines Fest im Pyrmonter Kurpark", Alicia Klinge, Lügde
  4. Preis: VIP-Karte "Safari-Park in Stukenbrock", Marie Klinge, Lügde
  5. Preis: Ehrenkarte "Safari-Park in Stukenbrock", Marco Siefert, Lügde
  6. Preis: Eintrittskarte "Kultur im Kloster", Elsbeth Stukenberg, Bad Pyrmont
  7. Preis: Eintrittskarte "Kultur im Kloster", Silvia Krüger, Lügde
  8. Preis: Segelflug Luftsportgemeinschaft Bad Pyrmont/Lügde, Regina Siegmann, Lügde

Herzlichen Glückwünsch an alle Gewinnerinnen und Gewinner!

Hand in Hand

Dr. Musikus spielt auf dem Lügder Marktplatz. Der Marktplatz ist voll von Besucherinnen und Besuchern.

Alles Gute auf der Welt geschieht nur, wenn einer mehr tut, als er tun muss.

(Hermann Gmeiner)

Um ein Fest in dieser Größenordnung zu organisieren und zu gestalten braucht es viele Menschen, die Hand in Hand arbeiten. Bei dem Jubiläumsfest hat es sich wieder gezeigt, wie engagiert die Menschen in unserem Talkessel sind. Es entstand der Eindruck, das fast jeder Verein mitgewirkt hat. Gibt es für eine Stadt eine schönere Visitenkarte?

Vielen herzlichen Dank an alle Vereine und Akteure, die dazu beigetragen haben, dass unser Jubiläumsfest zu einer runden Sache geworden ist.

[Foto und Text: Volker Thiele]

Danke Bad Freienwalde, danke Angermünde!

Eine Grafik mit dem Wort: Danke!

Freundschaft heißt für mich auch, präsent zu sein. Ja, ich bin da – ja, wir sind da!

An unserem Jubiläumsfest waren sie da, unsere Freunde aus Bad Freienwalde, der Partnerstadt von Bad Pyrmont und aus Angermünde, der Partnerstadt von Lügde – und wie! Sänger, Chöre, Orchester, Feuerwehrmitglieder, Schützen, Läufer, Priester – alle sind sie angereist, um gemeinsam mit uns, mit Bad Pyrmont und Lügde, das Jubiläumsfest zu gestalten. Das ist ein Freundschaftsbeweis, wie er schöner nicht sein kann.

Egal ob es das Konzert der Angermünder Stadtsänger, das Sekt-tett aus Bad Freienwalde war oder, oder, oder..., wo immer unsere Freunde aus den Partnerstädten präsent waren, wurden sie in höchsten Tönen gelobt.

Liebe Bad Freienwalder und Angermünder, wir haben uns riesig über euren Besuch gefreut, egal auf welche Weise ihr unser gemeinsames Fest bereichert habt. Weder die lange Anfahrt, noch das widrige Wetter hat euch davon abgehalten mit uns zu feiern. Und das zeichnet Freundschaft aus.

Danke Bad Freienwalde, danke Angermünde!

[Grafik und Text: Volker Thiele]

Danke Bad Pyrmont!

Nun ist es schon vorbei, das Jubiläumsfest, worauf wir so lange hingearbeitet haben. Fast jeder lässt ein so großes Fest für sich Revue passieren. Wie hat es Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, gefallen? Welche Eindrücke haben Sie gewonnen?

Auch wenn ich kaum dazu gekommen bin mich zu unterhalten, habe ich einige Bekanntschaften gemacht, die sich entwickeln können. Über soetwas freue ich mich. Aber das war ja auch Sinn und Zweck des Ganzen. Wir haben uns gegenseitig an Freundschaften erinnert. Das belebt die bestehenden und ermöglicht neue Freundschaften.

Wie freundschaftlich uns unsere Nachbarstadt Bad Pyrmont gesonnen ist, das konnten wir am ersten Tag des Jubiläumsfestes beim Festakt in Bad Pyrmont erleben.

Der Ökumenische Gottesdienst

Der Festakt begann mit einem ökumenischen Gottesdienst im Kurpark von Bad Pyrmont.

Ein Gottesdienst, Altar und Priester in der Konzertmuschel eines Kurparks.

Die Eröffnungsfeier

Im Schlosshof von Bad Pyrmont fand die offizielle Feier zur Eröffnung des Jubiläumsfestes statt. Ich kenne keine Kulisse in unserem Talkessel, die besser geignet gewesen wäre.

Bürgermeister Reker mit Bürgermeisterkette.

Vor dem offiziellen Protokoll, müssen noch schnell die „Insignien der Macht“, die Bürgermeisterkette, angelegt werden. Bürgermeister Heinz Reker freut sich, dass seine Sekretärin, Monika Gille, mal wieder an alles gedacht hat.

Marianne Weiland und Manfred Klauder.

Marianne Weiland und Manfred Klauder vom Städtepartnerschaftsverein Bad Pyrmont, begrüssten die Gäste. Unter ihrer Regie ist der Festakt gestaltet worden.

Ralf Lehmann, Elke-Christina Roeder, Heinz Reker und Wolfgang Krakow vor dem Eintrag in das Goldene Buch.

Bürgermeister Ralf Lehmann, von der Stadt Bad Freienwalde, Elke Christina Roeder, Bürgermeisterin der Stadt Bad Pyrmont, Heinz Reker Bürgermeister der Stadt Lügde und Wolfgang Krakow, Bürgermeister der Stadt Angermünde, kurz vor dem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt Bad Pyrmont.

Die Bürgermeister und die Abgeordneten vor der Unterzeichnung in das Goldene Buch.

Auch der Abgeodnete des Nordrhein-Westfälischen Landtages, Jürgen Berghahn und die Abgeordneten des Niedersächsichen Landtages, Ursula Körtner und Ulrich Watermann, waren bei dem Festakt zugegen.

Bürgermeister Heinz Reker trägt sich in das Goldene Buch ein.

Bürgermeister Heinz Reker setzt seine Unterschrift in das Goldene Buch der Stadt Bad Pyrmont.

Bürgermeisterin Roeder trägt sich in das Goldene Buch ein.

Bad Pyrmonts Bürgermeisterin Elke Christina Roeder beim Unterzeichnen.

Der Landrat des Kreises Lippe Friedel Heuwinkel.

Auch der Landrat des Kreises Lippe, Friedel Heuwinkel, war angereist, um bei der Eröffnungsfeier dabei zu sein.

Der Eintrag und die Unterschrift im Goldenen Buch der Stadt Pyrmont.

Der Eintrag und die Unterschriften im Goldenen Buch der Stadt Bad Pyrmont

Bürgermeisterin Roder und Bürgermeister Reker dirigieren das Bürgerorchester.

Bürgermeisterin Elke Christina Roeder und Bürgermeister Heinz Reker dirigieren das Bürgerorchester.

Das Bürgerorchester in Aktion.

Musikalisch umrahmt wurde der Festakt vom Bürgerorchester der Städte Bad Pyrmont und Lügde unter der Leitung von Arndt Jubal Mehring. Das Bürgerorchester hatte sich eigens für den Festakt formiert. Darin vertreten waren Musikschülerinen und -schüler der Musikschulen Bad Pyrmont und Lügde, Musiker des Blasorchesters der Stadt Lügde und weitere Musikanten.

Zuschauerinnen und Zuschauer waren begeistert.

Die Besucherinnen und Besucher waren begeistert.

Es war ein Festakt, an dem wir Lügder uns sehr gern erinnern werden.

Danke Bad Pyrmont!

[Fotos und Text: Volker Thiele]

Der Vater!

Ein finster blickendes Gesicht.

…und dann schaute ich in dieses grimmige Gesicht. Oh Gott! Nein! Der Vater! Vor mir stand der Vater der anmutigen, holden Maid. Gerade wollte ich beginnen zu beten, da hörte ich ihn sagen: „Mach erst mal…“

Vor lauter Panik habe ich ihn nicht verstanden und stammelte: „Wie meinen?“

„Mach erst mal…“

„…Junge!“ „Kein Problem, das mache ich doch glatt!“, piepste ich und fuhr den Rechner runter.

[Foto und Text: Volker Thiele]

Anmut

Eine junge Dame im historischen Kostüm jongliert mit Federstöcken.

Da sage noch einer, im Mittelalter gab´s nur Grobiane. Als mich diese jonglierende Schönheit vorhin betörte, bekam ich nur noch ein Wort heraus: Anmut. Minutenlang sah ich verzückt ihrem Spiel mit den befederten Stöcken zu. Doch plötzlich spürte ich eine riesige Pranke auf meiner Schulter. Im nächsten Moment schon wurde ich herumgeschleudert…

Kontrastprogramm

Zwei Rittersleut und ihre Frauen

„Ist dir aufgefallen, wie unterschiedlich die beiden Veranstaltungsflächen sind?“, fragte mich vorhin ein Bekannter, als ich ihn auf dem historischen Markt traf. „Im Vergleich zur Festmeile ist es hier ausgesprochen ruhig.“ Das war wirklich so.

Hat es im Mittelalter wohl weniger Lärm als heute gegeben?

[Foto und Text: Volker Thiele]

Aktualisiert am 14. Juni 2010

Werner Schröder aus Lügde hat über den historischen Markt ein kleines Video gedreht und ins Netz gestellt. Hier der Link dorthin: „liufilm.lippeblogs.de“.

Musik mit Druck

Eine Musikerin und drei Musiker auf einer Bühne.

A Kind Of Art Maybe, so heißt diese Band, die ich vorhin auf der Bühne an der Vorderen Straße fotografierte. Wieder hatte ich nicht viel Zeit zum Verweilen. Leider. Die Alltagshelden, die zuvor gespielt haben, habe ich sogar ganz verpasst. Asche über mein Haupt.

Aber vielleicht kann uns jemand, der den Musikern länger zugehört hat, schreiben, wie ihm die Musik gefallen hat. Für freuen uns über Ihre Kommentare.

Wiederholungstäter?

Bürgermeisterin Roeder und Bürgermeister Heinz Reker flankiert von zwei Vertretern der Dorfgemeinschaft Sabbenhausen.

Nein, nein, ich bin kein Wiederholungstäter! Als mich die Bürgermeisterin von Bad Pyrmont und der Lügder Bürgermeister von der Verwarnung unter Tränen gesetzt antrafen, sprachen sie mir Mut zu. Weil wir doch so schön gemeinsam feiern, dürfte ich sie ausnahmsweise mal fotografieren. Ist das nicht toll?

Aber so richtig vertrauen wollten sie mir dann doch nicht. Sonst hätten sich doch nicht von diesen Landsknechten vom Dorf Sabbenhausen flankieren lassen.

Verwarnung

Ein Mann in alter Polizeiuniform.

Gott sei Dank, ich bin nur verwarnt worden. Der Herr Wachtmeister war so gar nicht damit einverstanden, dass ich mich einfach erdreist habe, die Damen vom königlichen Hofstaat anzusprechen. Das hat man davon, wenn man mal mutig ist.

Lautlos

Vier Musiker auf der Bühne.

Diese vier Jungs hier, sind eben auf der Bühne an der Vorderen Straße gestartet. Und sie sind so gar nicht lautlos. Ich habe nur einem Stück lauschen können. Aber das ging wirklich „an die Bretter“, wie der Zimmermann sagt, wenn er seine Kreischsäge anwirft.

Nicht das Sie jetzt denken, ich sei gleich nach dem ersten Lied geflohen. Ich bin vorgeladen worden. Und den Termin durfte ich nicht versäumen. Sonst hätte es ganz bösen Ärger gegeben.

Der Zukunft entflohen?

Ein Mann mit Gitarre und Mundharmonika, verkleidet wie ein Clown.

Dr. Musikus heißt dieses „Geschöpf“, das möglicherweise der Zukunft entflohen ist. Hier spielt er gerade den Neil Young Titel „Heart Of Gold“ und rollt dabei durch das Publikum. Wie auch immer, ich muss wieder los – Fotos schießen.

[Foto und Text: Volker Thiele]

Aktualisiert am 18. Juni 2010

Dieter Rüsenberg aus Lügde hat über „Dr. Musikus“ zwei kleine Videos gedreht und bei wesio.de ins Netz gestellt. Hier die Links dorthin: Teil 1, Teil 2.

Ackerbürgerstadt

Zwei als Hühner verkleidete Menschen.

Muss ich dazu noch was schreiben? Lügde ist eine Ackerbürgerstadt. Da laufen Dir auch schon mal Hühner über den Weg. Einige Zeitgenossen nennen das auch Walking Act. Tja, so ist das heute, Du denglischt einfach ein Wort ein und schon gewinnt´s an Bedeutung.

Sie sind mitten unter uns

Zwei Damen vom Hofstaat des amtierende Lügder Schützenkönigs.

Sind sie nicht volksnah, diese Würdenträgerinnen vom Festumzug? Umwerfend! Die zwei Damen vom Hofstaat des Lügder Schützenkönigs flanierten eben durch unsere Festmeile. Obschon ich ja fürchterlich schüchtern bin, habe ich den Mut aufgebracht, diese Regentinnen um ein Foto zu bitten. Ich bin ja sowas von stolz auf mich.

Düstere Gestalten?

Die Rückseite vieler in schwarz gekleideter Menschen. Die Männer mit Zylinder.

Keine Angst, das ist nicht die buckelige Verwandschaft von Graf Dracula. Was Sie dort sehen sind die Damen und Herren des Lügder Rates, die sich für den Emfang der hohen Gesellschaft aus Bad Pyrmont am Eingang unsere Rathauses versammelt haben.

Lügde ist wichtig

Viele Leute in historischen Kostümen auf dem Lügder Marktplatz trinken Kaffee und essen Kuchen.

ach was schreibe ich, Lügde ist sehr, sehr wichtig. Wie anders lässt sich das erklären, dass so viele hohe und höhere Persönlichkeiten auf dem Marktplatz unseres Örtchens gerade Kaffee und Kuchen genießen. Sogar unser Rat war mit Zylinder und schwarzem Umhang am Rathauseingang angetreten, um die Damen und Herren von hohem Rang in Empfang zu nehmen.

Auch unser Nachtwächter, Oliver Jürgens, hat sich dafür aus den Federn bewegt. Vom Rathausbalkon begrüsste er mit kräftiger, würdevoller Stimme jede einzelne Gesellschaft, die von Bad Pyrmont kommend, heute mal nach Lügde gelustwandelt sind.

Wenn das keine tolle Wertschätzung unserer Ackerbürgerstadt ist, dann weiß ich´s auch nicht.

[Foto und Text: Volker Thiele]

Aktualisiert am 14. Juni 2010

Werner Schröder aus Lügde hat über fürstlichen Festumzug ein kleines Video gedreht und ins Netz gestellt. Hier der Link dorthin: „liufilm.lippeblogs.de“.

Aktualisiert am 18. Juni 2010

Auch Dieter Rüsenberg aus Lügde hat über „Festumzung“ vier kleine Videos gedreht und bei wesio.de ins Netz gestellt. Hier die Links dorthin:

  • Teil 1, fürstlicher Frühschoppen,
  • Teil 2, Festumzug durch die Emmerwiesen,
  • Teil 3, Rast am Lügder Freibad,
  • Teil 4, Ankunft in Lügde.

Ein moderner Mittelaltermarkt

Ein Stand mit Frauen in historischen Kostümen.

Frau kennt das ja, frau will in Ruhe einkaufen gehen und wer quengelt rum? Richtig: Mann und Kinder. Was macht frau dann? Auch wieder richtig: Mann in die Taverne und das Kind – ja wohin mit dem Kind?

Das muss Mann, also ich, ja mal festhalten, dieser Mittelalter-Markt dort in unseren Emmerauen, ist für sein Alter ziemlich fortschrittlich. Er hat sogar eine Art Kindergarten (siehe Bild oben). Gestern, als uns in Lügde das Nass von oben schon fast kübelweise auf den Kopf trommelte, hatten sie nicht unbedingt viel zu tun, die Betreuerinnen. Die meisten Frauen hatten wohl ihre Kinder im eigenem, warmen Zelt gelassen.

Offensichtlich sah ich so verängstigt und verschüchtert aus, als ich an dem „Kindergarten“ vorbeischlenderte, dass mich die Kindergärtnerinnen gleich in ihre Hütte zerrten. Statt mir einen Kaffee anzubieten, wonach ich dürstete, verpassten sie mir eine Tätowierung.

Damit Ihnen das nicht auch passiert, empfehle ich Ihnen: Bringen Sie Ihre Kinder zum Mittelalter-Markt mit!

Entertainer aus dem Mittelalter

Mittelalterlich gekleidete Menschen mit verschiedenen Instrumenten.

Dieses wilde Volk, dass da in den Lügder Emmerauen ihr Lager aufgeschlagen hat, ist gar nicht so fremd wie ich das dachte. Einige von ihnen erinnern mich doch sehr an Jauch, Gottschalk und Co.KG. Dieser Herr da links im Bild, ist so ein „Exemplar“ – exzellent! Ein begnadeter Entertainer aus dem Mittelalter.

Ohne Bühne, wie zufällig, kreierte er mit gesalzenem Humor und einer schrägen, skurillen Gestik und Mimik spontan Szenarien, die von groben bis zum feinsinnigen Witz alles beinhalteten. Ohne Bühne, ohne Bühnenbeleuchtung, was ja alles für sich schon zur Aufmerksamkeit zwingt, müssen diese Künstler „aus der Vergangenheit“ das vorübergehende Publikum immer wieder neu „erobern“. Ich finde das bewundernswert.

[Foto und Text: Volker Thiele]

Aktualisiert am 18. Juni 2010:

Dieter Rüsenberg aus Lügde hat über den „historischen Markt“ ein kleines Video gedreht und ins Netz gestellt. Hier der Link dorthin: „wesio.de“.

You are so beautiful

Das Publikum ist begeistert von Mr. Tomm

Mr. Tomm der Stimmenimitator hatte vorhin noch mal einen Einsatz. Und auch er war ein Highlight. Mit dem Hit „Time to say goodbye“ von Andrea Bocelli wollte er sich von den begeisterten Fans verabschieden. Sie ließen ihn nicht ohne Zugabe gehen. Und sie kam mit „You are so beautiful“ von Joe Cocker. Unglaublich, wie perfekt er die Künstler imitierte. Von Louis Amstrong bis Rudi Carrell, sein Repertoire schien unerschöpflich.

You are so beautiful Mr. Tomm!

Wer die Wahl hat…

Die Groove.Box-Compilation in Aktion.

„Wohin gehe ich?“, werden sich viele Besucher gefragt haben. Auf der Bühne an der Vorderen Straße spielte die Groove.Box-Compilation und auf der Bühne am Marktplatz das Happy Musik Sound Orchestra . Ich kann Ihnen versichern, beide Bands sind Knaller. Egal an welcher Bühne ich gestanden habe, das Publikum war absolut begeistert. Es wurde mitgesungen und geschwoft was das Zeugs hält.

Happy Musik Sound Orchestra in Aktion.

Und, man mag es gar nicht laut schreiben, vor ein paar Stunden hat jemand die große Dusche abgestellt.

Ich sagte ja schon, Livemusik am Arbeitsplatz ist ein Privileg. Aber jetzt will ich einfach nur noch hören…

Endlich, wir haben einen Emmertalkönig!

Die Schützen maschieren auf den Lügder Marktplatz

Soeben sind die Schützen auf dem Marktplatz aufmaschiert. Der Stimme des Majors der Schützenbruderschaft Sankt Kilian, Dietrich Günnewich, ist es anzuhören: Ihm ist eine Last vom Herzen gefallen. Schließlich gibt es ja nun kein Machtvakuum mehr. Vielleicht ist er aber auch ein bisschen erleichtert, dass das Gegen-den-strömenden-Regen-Schießen nun ein Ende hat.

Hören Sie auch das Knistern meines verbalen Spannungsbogens? Warum kommt der nicht endlich zur Sache, und nennt uns den Namen des Großregenten? Haben Sie sich gerade diese Frage gestellt? In der Schule war es mir immer peinlich, wenn alle Augen auf mich gerichtet waren. Tja, jetzt können Sie mich aber nicht sehen… Aber ich will mal nicht so sein:

Unser Schützenkönig-Großregent, kurz: der Emmertalkönig, ist:

Seine Majestät Hartmut Kühne aus dem Lügder Ortsteil Wörderfeld, genauer gesagt Hünkergrund.

Der Junior-König ist:

Seine Majestät Jens Frischemeier vom Schützenverein Niese-Köterberg.

Natürlich wohnten der Proklamtion viele hohe Herrschaften bei. Auch der Landrat des Kreises Lippe, Friedel Heuwinkel, war eigens dafür angereist und überreichte den beiden lippische Insignien.

Schade, dass das Wetter den Schützen so einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Wie ich die Mannen kenne, war das Schießen perfekt organisiert. Will hier jemand Katerstimmung verbreiten? Daran denken wir frühestens Montag.

Herausforderungen

Der Modern Choir Shine a light

Tja, so eine Doppelbeschallung stellt nicht nur unsereinen vor Herausforderungen. Der Modern Choir „Shine a light“ hat es eben mit dem Glockengeläut der Sankt Marien Kirche aufnehmen müssen. Aber für Profis gibt es keine Probleme – nur Herausforderungen.

Gerade singen sie „Tears in Heaven“ – ich habe eine Gänsehaut…

Plan B

Eine Wäscheleine mit Wäsche

Alles könnte so schön sein. Und was ist? Es regnen in Strippen. Und was sagt der Plan B? Bloggen! Eine alternative wäre Wäschewaschen an der Bleiche. Das Dorf Sabbenhausen hat ihr Wäschehaus gleich um die Ecke, im Eingangsbereich der Emmeraue.

Ich werde hier gerade im Doppelpack beschallt. Von der Marktplatzbühne höre ich die Musik der Easterwheel-Linedancer, die, soweit ich das von hier oben beobachten kann, zackig in der Spur bleiben, und aus dem Foyer des Rathauses kann ich den Modern Choir "Shine a light" beim Einsingen zuhören.

[Foto und Text: Volker Thiele]

Aktualisiert am 18. Juni 2010

Dieter Rüsenberg aus Lügde hat über die „Dorfschmiede Sabbenhausen / Sandebeck“ ein kleines Video gedreht und ins Netz gestellt. Hier der Link dorthin: „wesio.de“.

Eine ganz tolle Leistung!

Begeisterte Läufer auf der Bühne am Lügder Marktplatz.

We Are the Champions, dröhnte es eben aus den Musikboxen. Und das sind sie auch: Die Champions des heutigen Tages. Die Läuferinnen und Läufer aus den Städten Bad Freienwalde, Bad Pyrmont, Angermünde und Lügde sind eben im Ziel, auf dem Lügder Marktplatz, angekommen.

Einige Minuten vorher sind sie erneut durch das Brandenburger Tor gelaufen – in Bad Pyrmont. Dort wurden sie bereits mit „La Ola-Wellen“ von vielen begeisterten Zuschauern in Empfang genommen, berichtete Elke Christina Roeder, Bürgermeisterin von Bad Pyrmont, die die Läuferinnen und Läufer nun ein zweites Mal begrüssen konnte.

Lügdes Bürgermeister Heinz Reker, zeigte sich absolut beieindruckt. „Ihr seht mich fast sprachlos. Ich hätte erwartet das ihr platt seid. Aber ich sehe euch noch so gut gelaunt… Ihr seid bei 36° gelaufen, im Regen gelaufen, nachts gelaufen… Die ganzen Tage wart ihr Gesprächsthema. Wie geht es ihnen, wo sind sie jetzt?“ Er freute sich, dass trotz des Regens so viele Zuschauer die Läuferinnen und Läufer frenetisch bejubelt, und in Empfang genommen haben.

Es war ein erhabenes Gefühl, erinnerte Wolfgang Krakow, Bürgermeister von Angermünde noch mal an den Donnerstag in Berlin. „Ich stand auf der Westseite des Brandenburger Tores und sah, wie die Lauferinnen und Läufer, alle in den gleichen Trikots, durch das Brandenburger Tor liefen, während gleichzeitig das Blasorchester der Stadt Lügde spielte.

Ralf Lehmann, Bürgermeister von Angermünde, war sich sicher: „Bisher war alles richtig, was hier gesagt wurde“, und meinte damit seine Vorredner. Ein bisschen haben Angermünde und Bad Freienwalde nun dazu beigetragen, den Zusammenhalt zwischen Bad Pyrmont und Lügde zu stärken, freute er sich, und bezog sich dabei auf den Pyrmonter-Lügder Hauptvergleich von 1668.

Es war ihnen nicht nur anzusehen, auch ihren Statements war anzuhören, die Läuferinnen und Läufer waren total glücklich und zu Recht stolz auf ihre Leistung.

Ich brauche keine Millionen

Das Sekt-tett

Zurück in der Einsatzzentrale. Live Musik am Arbeitsplatz – das hat auch nicht jeder. Gerade singt das Sekt-tett, ein A-capella-Ensemble aus Bad Freienwalde. Die sind richtig gut.

„Ich brauche keine Millionen, mir fehlt kein Pfennig zum Glück. Ich brauche weiter nichts als…“, ließen sie mich gerade hören. Gut, im Moment sitze ich im Trockenem. Aber für alle Akteure auf den vielen Veranstaltungsflächen sind diese Strippen, die da gerade von oben fallen vielleicht doch ein bisschen lästig. Da möchte ich mich doch gleich als Komponist betätigen:

…Ich brauche weiter nichts als Sonne, Sonne, Sonne.

Die sind bestimmt noch am Proben, dachte ich, als ich vorhin an der Bühne vorbeilief. Es lag nicht an ihrem Gesang, es lag daran, dass ich so wenig Zuhörer gesehen habe.

Meine Kollegin, die ihnen schon verzückt lauschte, hielt mich am Ärmel fest und fragte mich: „Ist das nicht tolle Musik. Die sind so nett und entspannt. Echt schade, dass so regnet.“ Das stimmt, sie sind wirklich toll.

Komische Zeiten sind das

Ein telefonierender Gaukler.

Noch völlig fasziniert von den tollen Eindrücken im Kurpark und im Schlosshof von Bad Pyrmont, radelte ich zurück zur „Einsatzzentrale“. Unterwegs traf ich diesen Herren hier. Ob ich ihm den Weg zu den Rittersleut schildern könne, stürmte er auf mich ein, als ich ihn ansprach. „Selbstverständlich“, gab ich ihm zurück, „aber nur, wenn ich ein Foto machen darf.“ Einen Gaukler mit einem Mobiltelefon am Ohr, trifft man ja nicht jeden Tag.

Ich finde, das war eine echte Win-win-Situation.

[Foto und Text: Volker Thiele]

Ein Freund, ein guter Freund…

Elke Christina Roeder und Heinz Reker bei der Moderation im Schlosshof von Bad Pyrmont.

Ich nehme es vorweg: Der Festakt im Hof des Schlosses von Bad Pyrmont war top! Ein ganz dickes Lob an die Organisatoren von hier, um Null Uhr irgendwas, aus dem Lügder Rathaus.

Nun, ich hatte vorhin den Pyrmonter Kurpark gelobt, den ich wirklich sehr mag. Aber auch der große Schlosshof vom Pyrmonter Schloss ist immer wieder beeindruckend. Er ist die ideale Bühne für solche Anlässe.

Marianne Weiland und Manfred Klauder, vom Städtepartnerschaftsverein Bad Pyrmont, begrüssten die Gäste und erinnerten daran, dass sie eigentlich keine Pyrmonter sind. Marianne Weiland wohnt in Lügde und ist gebürtige Bayerin. Und „erst“ vor rund 35 Jahren ist Manfred Klauder nach Bad Pyrmont gezogen.

Tja, Grenzen sind nur da, wo wir sie ziehen.

Und dann spielte das Bürgerorchester. Klasse! Ein Lied das unser aller Wunsch im Titel trägt: „Ein Freund, ein guter Freund, das ist das Beste, was es gibt auf der Welt.“

Die Bürgermeisterin von Bad Pyrmont, Elke Christina Roeder, und unser Bürgermeister, Heinz Reker, waren ein Dreamteam der Moderation. Ich war so begeistert, dass ich das Mitschreiben vergessen habe. Wirklich!

Nach ihrem – auch wenn ich mich wiederhole – perfekten Dialogen, baten sie zunächst Ralf Lehmann, Bürgermeister von Bad Freienwalde und Wolfgang Krakow, Bürgermeister von Angermünde, mit an das Mikrofon. Ralf Lehman zitierte ein afrikanisches Sprichwort:

Wenn du schnell gehen willst, geh allein. Wenn du weit gehen willst, geh mit anderen.

Wolfang Krakow erinnerte an seine Zeit, als er nach der Wende die Schulbank der Verwaltungsschule drückte: „Ich habe in Lügde gewohnt. Und wissen´se wo? In der Pyrmonter Straße.“

Sagen Sie selbst: Kann man es schöner auf den Punkt bringen, als Ralf Lehman und Wolfgang Krakow?

Danach trugen sich die vier Bürgermeister, im Beisein der Abgeordneten des Niedersächsischen Landtages, Ursula Körtner und Ulrich Watermann und des Abgeordneten des Nordrhein-Westfälischen Landtages, Jürgen Berghahn, in das Goldene Buch der Stadt Bad Pyrmont ein.

Schön fand ich auch, dass unser Landrat, Friedel Heuwinkel, da war. Auch er zeigte sich beeindruckt von der Kulisse und der Orgnisation. Und er war auch begeistert davon, wie hier die Städtepartnerschaften gelebt werden und überreichte den vier Städteoberhäuptern eine Urkunde.

Als kleines Schmankerl durften Elke Christine Roeder und Heinz Reker das Bürgerorchester dirigieren – was sie auch taten, und zwar ausgezeichnet. Ach, Sie wollen wissen, bei welchem Lied sie dirigiert haben?: „Ein Freund, ein guter Freund…“ Die Zuschauer waren begeistert.

[Foto und Text: Volker Thiele]

Aktualisiert am 14. Juni 2010

Werner Schröder aus Lügde hat über den Festakt im Schlosshof ein kleines Video gedreht und ins Netz gestellt. Hier der Link dorthin: „liufilm.lippeblogs.de“.

Philosophisch

Der katholische Pastor und die evangelische Pastorin von Bad Pyrmont.

„Und, wie war der Gottesdienst?“ wollte meine Kollegin eben von mir wissen. „Philosophisch – wenn Du eine Kurzfassung möchtest.“ Eine Priesterin und vier Priester, sowie ein Orchester haben den ökomenischen Gottesdienst gestaltet. Und auch sie waren Repräsentanten der Städte Bad Pyrmont, Bad Freienwalde, Angermünde und Lügde.

Ich muss gestehen, noch nie habe ich einen solchen Gottesdienst beigewohnt. Schon die Atmosphäre im wunderschönen Pyrmonter Kurpark hatte etwas Leichtes und gleichzeitig Erhabenes.

„Geschichte erleben – grenzenlos feiern“, je öfter ich Menschen unser Motto interpretieren höre, desto überzeugter bin ich, dass es nicht besser hätte gewählt werden können.

Jetzt muss ich Ihnen noch etwas gestehen. Ich habe ein miserabeles Namensgedächnis. Daher kann ich Ihnen nun nicht schreiben, wer von den Priestern was gesagt hat. Aber ich kann Ihnen eine kleine Sammlung von schönen Aussagen wiedergeben:

  • Jesus hat es geschafft, Grenzen aufzulösen. Tun wir es auch – immer wieder.
  • Brücken zu bauen ist eine technische Frage. Aber es ist auch eine Frage der inneren Einstellung.
  • Wir sollten Brücken bauen, keine Brückenköpfe.
  • Das war kein Mauerfall. – Das war ein Maueraufbruch.
  • Über sieben Brücken sollst Du gehen. Die heimliche Hymne der Deutschen Einheit.
  • Die Einheit ist ein Geschenk.

Eigentlich bin ich ja ein sehr schlechter Kirchgänger. Aber nach dem Gespräch mit Pastor Walter Heinrichsrüscher kürzlich, habe ich mich beiseite genommen und ein ernstes Wort mit mir gesprochen: Und zu dem Gottesdienst gehst du hin! Ich war da. Und ich habe es nicht bereut.

[Foto und Text: Volker Thiele]

Aktualisiert am 12. Juni 2010

Werner Schröder aus Lügde hat über den Gottesdienst ein kleines Video gedreht und ins Netz gestellt. Hier der Link dorthin: „liufilm.lippeblogs.de“.

Überall Baustellen

Die Akteure der Dorfgemeinschaft Sabbenhausen beim Aufbau ihrer Stände.

Es ist ja nicht so, dass wir uns in Lügde über mangelnde Bautätigkeiten beklagen müssen. Aber heute Nachmittag kam noch eine gigantische Baustelle hinzu. Fast in der gesamten Altstadt wurde gebaut – aufgebaut natürlich. Auf dem Foto oben sehen Sie, wie die „Zimmerleute“ der Dorfgemeinschaft Sabbenhausen ihr „Dorf“ für das Jubiläumsfest aufbauen.

Karl Heinz Klus, Ortsbürgermeister vom Lügder Ortsteil Sabbenhausen, sagte mir: „Die Hütten sind noch von unserer 750 Jahr-Feier. Wir haben uns damals gedacht, die können wir bestimmt noch mal verwenden. Und als wir gefragt wurden, ob wir beim Jubiläumsfest in Lügde teilnehmen, war für uns sofort klar: Selbstverständlich! Es liegt alles bereit, bis hin zu unseren historischen Kostümen.“

„Gut, das ist eine Menge Arbeit für zwei Tage,“ fügte er hinzu, „aber: Wir sind Lügder. Da machen wir mit. Das ist uns eine Ehre!“

Und ich kann Ihnen, liebe Leserinnen und Lesern versichern, das habe ich Karl-Heinz Klus und seinem Team angesehen, das waren keine leeren Worte.

Übrigens die „Häuser“ der Dorfgemeinschaft Sabbenhausen finden Sie im Eingangsbereich der Emmerauen, direkt am Dechenheim. Wenn ihnen dort Waschfrauen über den Weg laufen, wenn es nach Kartoffelpuffer riecht, wenn Sie Schmalzbrote angeboten bekommen – dann sind sie vermutlich richtig.

Sogar eine Alte Dorfschmiede hat das „Dorf Sabbenhausen“ im Programm. Eigentlich sind die Schmiede keine „echten“ Sabbenhausener, sie kommen aus Sandebeck. „Aus der Sabbenhausener Partnerstadt!“, wie mir Karl-Heinz Klus verdeutlichte.